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Sonntag, 30. August 2009

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Gesellschaft

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Gesellschaft und Ferraristi

Heute fand der erste “Euro Ferrari Day” in Baar (Kanton Zug) statt. Als Ortsansässiger Zuger war es schon fast eine Pflicht, mich dorf blicken zu lassen.

Schon beim Hinfahren merkte man, dass die Luft etwas anders ist. Am ersten Euro Ferrari Day in Baar tummelten sich so ziemlich alle Gesellschaftsschichten:

  • Menschen die einen Ferrari besitzen,
  • Menschen die leider einen Porsche anstelle eines Ferrari gekauft hatten,
  • Menschen die davon träumen einen Ferrari zu besitzen (aber es nie schaffen werden),
  • Menschen die nur schauen wollten,
  • Menschen mit komischen Hüten,
  • Menschen die eigentich nur eine Bratwurst essen wollten,
  • und Menschen die sich einfach nur die (ab-)gehobene Gesellschaft ansehen wollten.

FerrariWieviele Millionen rot lackierten Blechs heute auf den Parkfelden abgestellt wurden will ich gar nicht wissen. Doch die Ferraristi wussten es – und sie zeigten es dem “Fussvolk” auch. In roten T-Shirts gekleidet gruppierten sich die Ferraribesitzer und liessen “den Rest” an sich vorbei schlendern. Fragen beantworten? Mussten die nicht. Wieviel der Ferrari gekostet hatte wurde ja gut sichtbar auf der Windschutzscheibe angeschrieben – mehr mussten wir nicht erfahren. Und darüber, dass man sich locker noch zwei leisten könnte, wurde lauthals diskutiert.

Zufällig stand ich daneben als ein älterer Ferraristi einen Jüngling meinen Alters fragte, mit welchem Modell dieser denn heute hier sei. Schnell entwortete dieser, dass er sich uns heute mit einem Ferrari F450 präsentierte. Diesem jungen Herrn konnte man auf den ersten Blick ansehen, dass dieser noch nie auch nur 8 Stunden an einem Tag gearbeitet hatte. Sein Beruf: Sohn. Den braungebrannten Körper in Kleider besten Stoffes und teure Armani Schuhe gehüllt wurde dieser von einer blonden, dürren Bohnenstange angehimmelt. Aber wehe sie unterhielt sich mit Anderen oder bewegte sich auch nur einen Meter von ihm weg…

_MG_0042Gegen Mitte des Nachmittags fand eine Versteigerung von diversen Artikeln zu einem guten Zweck statt. Moderiert wurde diese vom bekannten Radio- und TV-Moderator Dani Nieth. Versteigert wurden teure Uhren, Mountainbikes, Hometrainer und als besonderes Highlight unterschriebe Baseball Caps von Berümtheiten wie Felipe Massa, Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen.

Die Uhren gingen für ein paar Tausend Franken weg (es ist anzumerken, dass diese weit mehr gekostet hätten). Und die Mützen konnte Dani Nieth mit gekonnter Animation durchschnittllich für 300.- CHF pro Stück an den Mann bringen.

Nein, nicht an irgendwelche Männer. An die Männder in den roten T-Shirts. Ganz locker zogen die Herren Farraribesitzer einige Hundert Schweizer Franken aus der Geldbörse um der kleinen 6 jährigen Tocher eine für sie wertlose rote Mütze auf den Kopf zu setzen. Gratulation. Die Preise wurden in die Höhe getrieben als wäre niemand da, der sich die Massa-Vettel-Räikkönen-Mützen gerne für 50.- CHF hätte sichern wollen. Wohlgemerkt: Die Startgebote lagen in einem für jeden Gast der Auto-Schau erschwinglichen Bereich.

Im grossen und ganzen waren die Fahrzeuge (ganz speziell die Oldtimer) sehr schön anzusehen.

Mein persönliches Highlight war, dass der anwsende ehemalige Rennfahrer Jo Vonlanthen in den einzigen noch fahrenden Farrari F500 stieg und uns dessen unbeschreiblichen Sound hören und spüren liess._MG_0070Rrrrrooaaaaarrrrrr… super!

2 Kommentare zu “Gesellschaft und Ferraristi”

  1. [...] welches mich seit vielen Jahren verfolgt und welches Ralph eben erst wieder aufgenommen hat. Mit dem Ferrari Post hat er mich daran erinnert, dass ich als begeisterter Hubraum Fetischist vielzuwenig über [...]

  2. Sebotag sagt:

    wieso habe ich keinen Ferrari…. ? :(

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