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Freitag, 4. September 2009

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Gadgets, Social Media / Marketing

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Die Idee: Poken Version 2

pokenWäre ich irgendeine Art von Ingenieur (oder heissen die anders?) würde ich das Poken noch einmal überdenken. Zwar hatte ich nie ein Poken und hatte daher auch keins für die Plättung der kleinen Freunde.

Aber: ich glaube an die Idee des Poken. Vielleicht nicht an die Version ,welche es gegeben hatte. Doch irgendwie drängt sich in mir der Gedanke immer wieder auf, dass die Idee “Poken: Ein Gadget für Sozialkontakte” von den Schweizer Studenten der Uni IMD Lausanne und der Berner Fachhochschule nicht ganz durchdacht wurde.

Einmal ehrlich: wer hat sich nie ein kleines bisschen geschämt, dieses kleine Elektronsiche Teil aus der Hosentasche zu ziehen? Man stelle sich den klassischen Krawattenträger vor. Leute die man täglich zu hauf auf den Strassen antrifft. Geschäftsleute mit Format. Menschen in erster Linie ihr Produkt vertreten.

Die Verkörperung von Seriosität, Produktivität, Erfolg und der Lösung von Problemen anderer Unternehmen sitzt an einem Meeting mit anderen Krawattenträgern die komischerwese – bis auf Farbe und Muster des um den Kragen geknoteten Langbinders – aussieht wie jeder andere im Raum, und zückt anstelle der klassischen Visitenkarte ein kleines, hässliches, abstossend-farbiges “Gerät” – das Poken – und fragt höflich: “Hallo, Schneider. Firma Soundso GmbH. Hat noch wer ein Poken?“.

Schon alleine die Vorstellung dieser Situation ist abstrakt.

Was tun wir also, um den Krawattenträgern diese doch etwas peinliche Situation zu ersparen? Wir gestalten das Poken nicht nur anders, wir erhöhen die Reichweite des Gadgets um ein vielfaches:

Nehmen wie wieder die gleiche Situation als Beispiel: das Meeting ist beendet und unser Businessman verlässt einfach den Raum ohne jeden einzelnen Windsorknotenbinder nach seiner Visitenkarte zu fragen. Warum tut er das? Er hat sich – wie beinahe alle anderen Meeting-Teilnehmer auch – mein Poken gekauft. Dieses speichert automatisch alle freigegebenen Kontaktdaten von anderen Pokens im Umkreis von vielleicht 8 bis 10 Metern. Eat. Save. Go.

Dabei hat mein Poken verschiedene Modi. Beispielweise den “PokenMe”-Modus und den “BusinessMode” – um nur zwei zu nennen. Im “PokenMe”-Modus würden nur bestimmte, private Profildaten (Facebook, MSN, Flickr, Twitter, et cetera) freigegeben. So kann ich verhindern, dass die Partygänger im Club, in dem ich meist Samstags zu Gast bin, meine Handynummer oder meine E-Mail Adressen empfangen. Zugleich macht dieser Modus das Poken auch für die Youtube- & Facebook-Generation interessant. Mit dem BusniessMode können wiederum andere Daten freigegeben werden. Denn es ist mir wichtig, dass meine potenziellen Geschäftspartner mein XING-Profil besuchen und mir direkt nach dem Meeting anrufen oder eine E-Mail schreiben können.

Das Synchronisieren mit dem PC oder Mac wäre natürlich sichergestellt. Das dazu passende App im App Store würde den schnellen Abgleich mit dem iPhone ermöglichen, damit ich den eben am Meeting kennengelernten Salesman noch im Auto anrufen zu kann. Denn auch in der Geschäftswelt gilt oft: der frühe Vogel fängt den Wurm.

Das Design würde von Grund auf überarbeitet. Mein Poken würde einer Kreditkarte ähneln, wäre etwas dicker als eine normale Kreditkarte und verfüge über nutzbare Flächen für allfällige Gravuren oder Bedruckungen (eventuell mit Firmenlogo und Kontaktadresse des Besitzers). Ein solches Gadget legt man auch gerne einmal auf dem Tisch vor sich hin, nicht?

Mein Poken. Vereint Funktion und Stil.

Eat. Save. Go.

2 Kommentare zu “Die Idee: Poken Version 2”

  1. Sam sagt:

    Weshalb willst du das Ding dicker haben als eine Kreditkarte? Ich fände Kreditkartendicke genau richtig und Portemonnaie-tauglich. Bzw am liebsten hätte ich es kombiniert mit der VISA- oder Mastercard.

  2. Ich bin ja kein Ingenieur – aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die ganze Technik in ein 1mm dickes Plastikplättchen in Form und Grösse einer Kreditkarte passt. Obwohl… mit RFID könnte das gehen… gute Idee!

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