Entscheidungsphase. WordPress vs. MODx.
Das nächste Projekt steht in der Pipeline und der Schritt von der einfachen Bleistift-Skizze in Photoshop ist gemacht. Sieht jetzt schon wunderschön aus.
Geplant ist ein kompletter Webauftitt auf www.cenr.ch. Kompetenzen, Referenzen, Portfolio, Blog. Alles da. Das Problem ist nur, dass ich mich für ein CMS entscheiden kann. Da ich mehr in der Designer- / Layouter-Welt zu Hause bin, ist das CMS für mich nur ein Gebrauchsgegenstand und weniger eine Spielwiese für programmier-akrobatische Leistungen und Tüfteleien.
Warum WordPress?
Einerseits bin ich mit den Leistungen von WordPress überaus zufrieden. WordPress stellt eine vollumfängliche und sehr funktionsreiche Blog-Engine zur Verfügung und die Verwaltung von “statischen” Inhalten ist spielend einfach. Die Vielfalt der Erweiterungen ist atemberaubend – einmal davon abgesehen dass nicht immer alle Plugins wirklich brauchbar sind oder die Plugin-Entwickler nicht mit den WordPress-Versionen schritthalten können. Alles in allem ein wunderbares Paket. Zum Bloggen.
WordPress? Warum nicht?
Weil ich – wie schon erwähnt – programmier-technisch nicht wirklich viel auf dem Kasten habe, war WordPress die erste Wahl. Zumal keinerlei Kenntnisse in PHP oder Javascript vorhanden sein müssen um WordPress erfolgreich in Betrieb zu nehmen. Aber: mit dem aktuell anstehenden Projekt, habe ich andere Bedürfnisse.
In erster Linie sollten sich dynamische Inhalte erstellen bzw. Code (PHP, Javascript, et cetera) ausführen lassen. Dazu ist WordPress stand heute nicht in der Lage.
MODx? Warum?
Nach einer kurzen Einführung von David Worni (frühjahr.ch – Werbeagentur) habe ich mich dazu durchringen können, mir MODx einmal anzusehen. Nach einigen Stunden war klar: MODx hat Potenzial! Das Einbinden von Templates ist relativ einfach und die Funktionen welche MODx mit sich bringt, sind überaus interessant.
Ausserdem können statische Seiten mit dynamischem Inhalt erstellt werden und die Erweiterungen sind zahlreich vorhanden. Wobei angemerkt werden muss, dass die Plugins für MODx nicht so vielzählig sind, wie bei WordPress doch die Qualität der vorhandenen ist gut. Scheint fast so, als würde ein kleines Team von Qualitäts Managern die Guten von den Nutzlosen trennen.
Warum nicht MODx?
MODx ist zweifellos ein leistungsfähiges CMS. Der built-in Blog begeistert mich aber nicht wirklich. Das ist aber auch schon alles, was ich mit dem aktuellen Wissensstand zu MODx sagen kann.
Gedankenspielereien
Was es eigentlich zu vermeiden gibt ist, zwei Systeme (= WordPress & MODx) auf dem Server zu installieren und das selbe Layout einzubinden. Oder macht das jemand so? Gibt es andere CMS, die ausgereife Funktionen als klassisches CMS und Blog-Engine zur Verfügung stellen?
Nun, ich habe mich noch nicht entschieden. Jedoch haben es die beiden genannten CMS in die engere Auswahl geschafft.
Stimme dir da voll und ganz zu. Modx würde ich auch nicht für einen Blog verwenden. Schon wegen der Baumstruktur im Backend, die bei vielen Beiträgen schnell sehr unübersichtlich wird. Da sind die Auflistungen in anderen Systemen viel übersichtlicher. Modx ist, wie du sagst, für eher “kleine” Webseiten geeignet.
Schau dir doch mal Joomla! an. Das System vereint meiner Ansicht nach CMS und Blogfunktion relativ gut. Allerdings ists damit schwer die Quelltext-Ausgabe in den Griff zu bekommen. Gerade bei den tausenden Extensions verfolgt jeder Entwickler seine eigenen “Prinzipien”. – Dafür kann man mit Joomla! ohne grossen Programmieraufwand (und etwas Einfallsreichtum ;-) eine Webseite mit vielen Spezialfunktionen zusammenzuzimmern.
Ich selbst bin seit einigen Monaten totaler MODx Fan. Einfache webseiten lassen sich damit sehr rasch und unkompliziert aufbauen. Auch “Spezialwünsche” programmiert man mal kurz ein und hat dabei die Ausgabe vollkommen im Griff… vorausgesetzt man kennt sich etwas mit PHP aus.
Du sagst das so schön: “… Webseite mit vielen Spezialfunktionen zusammenzuzimmern”. Ich will nicht “zimmern” oder “schustern”. Ich will die volle Kontrolle über alles. Vom Markup bis zu der Ausgabe des Plugins.
Joomla hat mir noch hie gefallen. Darum lasse ich’s gleich sein.
Ein Twitter Friend hat mir ein Plugin empfohlen, welches anscheinend die CMS Funktion von WordPress um längen erweitert: http://pods.uproot.us/
Kennst Du’s?
Aus diesem Grund bin ich auch eher weg von Joomla. Mag auch keine Basteleien ;-)
WordPress kenne ich leider zu wenig. Für einen Blog mit 2-3 statischen Seiten sicherlich das perfekte Tool. (Die Welt von Tumblr und co. lassen wir mal ausser acht ;-) Bei grösseren Projekten wäre mir aber irgendwie unwohl es als CMS zu missbrauchen… Dann doch lieber clever mit einem CMS kombinieren.
Evtl. wäre Drupal noch einen Blick wert. Hat mich allerdings mit seiner Backend-Logik nicht ganz überzeugt ;-)
Moin,
nach dem letzten Projekt mit Joomla (das steht gerade kurz vor dem Release) steht für mich fest: Nie wieder! Wenn wirklich individuelle Dinge umgesetzt werden müssen, dann Prost Mahlzeit, viel zu aufwändig, der Output ist kaum barrierearm, von barrierefrei ganz zu schweigen.
Mit modX befasse ich mich erst seit einigen Stunden, mir gefällt das Framework-Konzept und ich werde da noch mehr Energie hinein stecken um es besser kennen zu lernen.
Mit WordPress haben wir schon verschiedene Projekte umgesetzt. Selbst größere Internetpräsenzen mit sehr vielen statischen Seiten, Untermenüs etc. sind kein Problem. Allerdings verlangt die Auswahl geeigneter PlugIns etwas Zeit, durch die Masse ist eben auch vieles nur “mäßig” tauglich. Dafür kann man aber wirklich vile nützliche Funktionen recht einfach umsetzen/integrieren. :)
Um die Entscheidung noch ein wenig schwerer zu gestalten: Meiner bescheidenen Meinung nach ist das derzeit technisch sauberste System Typolight (nicht zu verwechseln mit Typo3). So einen sauberen Output habe ich noch nicht gesehen. Das Erstellen eigener Templates ist nicht wirklich schwierig, auch bestehende Templates lassen sich super umarbeiten. Dazu eine recht aktive Community in der nicht viel Bullshit geredet wird. Und im Gegensatz zu den deutschsprachigen Communities anderer hier genannter Systeme (ich werde mich hüten… ;) ) sehr freundlich, es herrscht eine angenehme Athmosphäre. Ist vielleicht albern, aber das gehört für mich zum “Spaß an der Arbeit”. Von Typolight bin ich schwer begeistert.
Drupal setze ich nur dann ein, wenn wirklich umfangreiche Community-Funktionen gewünscht sind, oder aber, wenn es auf Geschwindigkeitsoptimierung ankommt. Kein System liefert so schnell Inhalte aus wie Drupal! Die Eigenwilligkeit hat mein Vorredner ja schon angesprochen, man kann sich aber gut dran gewöhnen.
Ich bin gespannt wie die Entscheidung aussehen wird. :)
Beste Grüße
Marc
Ich kann nur für MODx werben – bin seit der ersten Begegnung 2005 dabei geblieben und habe es bei vielen Projekten in der Zwischenzeit nie bereut. Wenn nur ein Blog gewünscht ist, dann WordPress, aber wenn eine Firmenhomepage entstehen soll, dann MODx. Ich selbst habe in meiner MODx-Website via MODx den Blog integriert. MODx ist einfach unschlagbar, wenn es darum geht, Zusatzfunktionen zu realisieren – alles was in PHP geht ist in MODx nahtlos integrierbar. Auch eine Webuserverwaltung mit gestaffelten Zugriffsrechten u.v.a ist – nicht immer direkt out of the box – aber auf jeden Fall machbar. MODx hat (in der Version 1/Evolution) nur Grenzen, wenn es an Anforderungen wie Staging-/Live-Sites, mehrstufige Freigaben oder Seiten > 1000 Dokumente geht. Oder wenn Du keinesfalls das CSS selbst bearbeiten willst, oder PHP für Dich ein total rotes Tuch ist (man brauchts eigentlich nicht, aber es macht freier in MODx, wenn man’s zumindest für den Hausgebrauch kann).
Also auf jeden Fall MODx. Es gibt nichts besseres meiner Meinung nach. Man die volle Kontrolle über den Output. Man kann alles erweitern ohnen irgendwas hacken zu müssen. Die neue Version 2.0 (Revolution) ist quasi Enterprise ready. Es ist eigendlich ein ausgewachsenes Aplikation-Framework mit CMS Funktionalität.