Artikel. Lesen. Verstehen.

Rund um's Web.

Donnerstag, 13. August 2009

Kategorien
Social Media / Marketing

1 Kommentar »

Wie man sich selbst ins Knie schiesst

myonid_logo_blauWas ist schneller als jedes Medienimperium? Richtig! Netzwerke menschlicher Interaktion. Oder wie die meisten es nennen: Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, LinkedIn und Xing – um nur einige nennen zu müssen.

Ein relativ neuer Emporkömmling im Bereich der Selbstvermarktung ist die Firma myON-ID Media GmbH. Eigentlich ist es ja witzig anzusehen, wie Unternehmen versuchen ein besseres Xing oder Facebook zu erschaffen. Sicher! Ein paar spezielle Features sind da ja auch vorhanden. Muss ja auch so sein. Sonnst könne man jemandem vorwerfen die facebook’sche oder die xing’sche Idee geklaut zu haben.

Jedenfalls bin ich kürzlich auf eine Meldung gestossen, die mich sehr erstaunt hat. Allem Anschein nach ist myON-ID in einem Bereich tätig in dem sie sich noch nicht richtig auskennt: Selbstvermarktung.

Die Firma twittert fröhlich:

myON-ID beendet mit sofortiger Wirkung jegliche Zusammenarbeit mit Sebastian Küpers

Nun, meine Herren. Dies hat im Web mit Bestimmtheit nichts zu suchen!

Aber das war ja noch nicht alles! Natürlich wird dies auch im firmeneigenen Blog niedergeschrieben. Der CEO (!) lässt verlauten:

Wer etwas Erfahrung im Umgang mit Personalien und HR hat, der kann aus dieser Meldung sicherlich ableiten, dass es schwerwiegende Gründe geben muss die uns zu dieser Trennung veranlasst haben.
Das wir zu den Hintergründen und Details dieser Personalie keine weiteren Angaben machen bitten wir zu akzeptieren. … selbst wenn ich das nur zu gerne machen würde.
Der “Informations-/Mehrwert” dieser Meldung ist, dass Sebastian Küpers nicht mehr im Auftrag von myON-ID im Markt agiert. Falls er mal wieder wo auftaucht.

Mit Verlaub, Herr Grobholz, aber wer sein Gehirn benutzen will, sollte es zuerst einschalten. Und wer sich mit Selbstvermarktung nicht so ganz auskennt, sollte es lassen.

Nach eingehender Recherche habe ich herausgefunden, dass myON-ID meint es “wäre ein Fehler gewesen”.

Herzliche Gratulation zu dieser Einsicht, Jungs!

Herr Grobholz. Für Sie fasse ich noch einmal zusammen:

  1. Wer sein Gehirn benutzen will, sollte er davor einschalten. Nicht danach.
  2. Wer sich in Selbstvermarktung nicht auskennt sollte es lassen.
  3. Wer sich entschuldigen muss, hat etwas falsch gemacht. Wäre es da nicht von Vorteil sich so zu verhalten, dass eine Entschuldigung gar nicht erst nötig ist?

Sich selbst ins Knie zu schiessen ist eigentlich ganz einfach, nicht?

Ein Kommentar zu “Wie man sich selbst ins Knie schiesst”

  1. [...] Eine so grosse Auswahl habe ich nicht. Aber er ist dieser hier: http://www.centr.ch/82/wie-man-sich-selbst-ins-knie-schiesst.html. Sowas ist einfach [...]

Schreibe einen Kommentar!

Diese Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <pre lang="" line="" escaped="">

Nur Navigation